Das international renommierte Künstlerkollektiv Slavs and Tatars wurde von den Kunstmuseen Krefeld eingeladen eine Ausstellung in Haus Esters parallel zur Brücke-Ausstellung zu kuratieren. Sie bewegen sich an der Schnittstelle von Sprache, Politik, Religion und Identität, der geografische Raum „Eurasiens“ liefert dazu in seiner Diversität das erzählerische und visuelle Material für ihre interdisziplinären und kollaborativen Arbeiten. Slavs and Tatars greifen zusammen mit einer Gruppe eingeladener Künstler:innen das Kunsthandwerk als Bedeutungsträger kollektiver kultureller und sozialer Praxis auf und setzt sich mit dem Verhältnis von freier und angewandter Kunst aus heutiger Sicht auseinander. Die „Rivalitäten“, die sie dabei zwischen den Disziplinen Kunst und Handwerk, aber auch zwischen Innovation und Tradition, dem Individuum und dem Kollektiv beobachten, wird dabei zum Leitmotiv ihrer Inszenierung in Haus Esters.
Kurator:innen: Slavs and Tatars
Projektassistenz: Linn Küsters
Künstlerische Leitung: Katia Baudin
HLHE Dialog:
Zwischen dem Schaffen der Brücke und Slavs and Tatars liegt mehr als ein ganzes Jahrhundert und doch lassen sich enge inhaltliche Verbindungen zwischen ihnen ausweisen. Der Ausstellungsdialog fordert explizit dazu auf, die Grenzen von angewandter und bildender Kunst neu zu bewerten und tradierte Narrative der Geschichte wie auch der Gegenwart in Frage zu stellen.
Seit 2017 präsentieren die Kunstmuseen Krefeld mit der Reihe HLHE Dialog in den benachbarten Villen Mies van der Rohes die Gegenüberstellung von historischen und jüngeren beziehungsweise zeitgenössischen Positionen in Kunst, Design und Architektur, die das Erbe der Moderne immer wieder neu reflektieren.












