ERÖFFNUNG: 17. Mai 2026, 11.30 Uhr
Zwischen sozial engagierter „Kunstarbeit“ und Spiritualität, zwischen Ornament und Abstraktion: Johan Thorn Prikker (1868-1932) gehört zu den prägenden Künstlern der 1910er und 1920er Jahre im Rheinland, die Malerei mit angewandter Kunst und Architektur zu einem Gesamtkunstwerk vereinen. In den Niederlanden ausgebildet, kommt er 1904 nach Krefeld und lehrt später in Düsseldorf und Köln.
Die Kunstmuseen Krefeld besitzen mit rund eintausend Arbeiten den umfangreichsten Bestand von Arbeiten Johan Thorn Prikkers überhaupt – darunter ausgeführte Glasfenster, Plakate und Gemälde sowie Entwürfe für Textilien, Glasfenster, Wandgemälde und Mosaike. Zum ersten Mal seit den 1960er Jahren wird diesem Bestand eine umfangreiche Präsentation gewidmet. Sie stellt das vielschichtige Werk des Künstlers in den Kontext der Sammlung und überrascht mit Highlights wie den monumentalen Mosaik- und Fensterentwürfen, die Thorn Prikker für die wegweisende Düsseldorfer Ausstellung GeSoLei 1926 schuf.
Kuratorin: Magdalena Holzhey
Wissenschaftliche Beratung: Christiane Heiser


Groß zu denken in der Kunst war für den niederländischen Künstler Johan Thorn Prikker kein Problem. Nein, es war sein Ding! Ob Wandbilder, Bilderzyklen im Raum oder riesige Glasfenster in Kirchen, Bahnhöfen oder Eingangsportalen, Thorn Prikker mochte es monumental. Beim KunstImPuls durchwandern wir diese Welt aus Farbe und Glas in vielen verschiedenen Führungen. Dabei treffen wir auch auf ein raumgreifendes Werk der britischen Künstlerin Emma Talbot, die nicht weniger universell denkt, uns sogar in den Weltraum entführt. Freuen Sie sich auf einen spannenden Disput zwischen dem längst verstorbenen Wegbereiter und einer wichtigen Stimme der zeitgenössischen Kunst. Im EntwurfsLabor im Studio 2 und in den Räumen der Vermittlung spinnen wir diesen Dialog kreativ fort. Vom einzelnen Ton bis zum mächtigen Klangkörper entfaltet sich schließlich auch die Musik beim Live Act im K+.