Zwischen sozial engagierter „Kunstarbeit“ und Spiritualität, zwischen Ornament und Abstraktion: Johan Thorn Prikker (1868-1932) gehört zu den prägenden Künstlern der 1910er und 1920er Jahre im Rheinland, die Malerei mit angewandter Kunst und Architektur zu einem Gesamtkunstwerk vereinen. In den Niederlanden ausgebildet, kommt er 1904 nach Krefeld und lehrt später in Düsseldorf und Köln.
Die Kunstmuseen Krefeld besitzen mit rund eintausend Arbeiten den umfangreichsten Bestand von Arbeiten Johan Thorn Prikkers überhaupt – darunter ausgeführte Glasfenster, Plakate und Gemälde sowie Entwürfe für Textilien, Glasfenster, Wandgemälde und Mosaike. Zum ersten Mal seit den 1960er Jahren wird diesem Bestand eine umfangreiche Präsentation gewidmet. Sie stellt das vielschichtige Werk des Künstlers in den Kontext der Sammlung und überrascht mit Highlights wie den monumentalen Mosaik- und Fensterentwürfen, die Thorn Prikker für die wegweisende Düsseldorfer Ausstellung GeSoLei 1926 schuf.

