Museum

Kunstmuseen Krefeld

Die Kunstmuseen Krefeld sind seit 120 Jahren Ort der Präsentation aktueller Kunst.

An drei Spielstätten, dem Kaiser Wilhelm Museum in der Krefelder Innenstadt und den modernen Villen Haus Lange und Haus Esters im Wohngebiet Bockum bieten sie ein ideales Forum für ein Programm, in dem bildende und angewandte Kunst aufeinandertreffen.

Kaiser Wilhelm Museum

1897 wurde mit der Eröffnung des Kaiser Wilhelm Museums am Karlsplatz der erste Baustein der Kunstmuseen Krefeld gelegt.

Kaiser Wilhelm Museum, 2017, Foto: Volker Döhne
Kaiser Wilhelm Museum, 2017, Foto: Volker Döhne

Haus Esters Haus Lange

Die beiden Stadtvillen Haus Esters und Haus Lange wurden 1927/28 von Ludwig Mies van der Rohe, einem der führenden Vertreter des Neuen Bauens, als Privathäuser für die befreundeten Seidenindustriellen Hermann Lange und Dr. Josef Esters entworfen und dienen heute als Orte für die Wechselausstellungen der Kunstmuseen Krefeld.

Haus Lange, Gartenseite, Foto: Volker Döhne
Haus Lange, Gartenseite, Foto: Volker Döhne
Haus Esters, Foto: Volker Döhne
Haus Esters, Foto: Volker Döhne

Mies Van der Rohe

„Ich wollte in diesem Haus viel mehr Glas verwenden, aber dem Bauherrn gefiel das nicht. Ich hatte Probleme. Sie waren nette Leute. Wir wurden gute Freunde.“ Das sind die spärlichen Sätze, die von Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) über seinen Krefelder Bauherrn Hermann Lange schriftlich überliefert sind. Sie stammen aus einem Interview aus dem Jahre 1959 und überbrücken damit eine Kluft von gut 30 Jahren, die seit der Arbeit an den 1930 fertiggestellten Häusern Lange und Esters vergangen waren.

Die tatsächliche Bedeutung, die der Textilfabrikant in Mies van der Rohes Schaffen der 1920er Jahre einnimmt, ist damit nicht erfasst. So waren es immerhin acht Projekte, die Hermann Lange bei ihm in Auftrag gab oder an ihn vermittelte. Am Beginn der Zusammenarbeit stand die Einrichtung des Cafés Samt und Seide auf der Berliner Messe Die Mode der Dame im Jahre 1927. 

Als er dann 1927/28 mit den Planungen zu den Häusern Lange und Esters begann, war Mies van der Rohe bereits ein überaus erfolgreicher Architekt der Moderne. 1886 in Aachen geboren, hieß er mit bürgerlichem Namen Ludwig Mies. Der spätere Zusatz geht auf den Mädchennamen der Mutter zurück. Nach kurzen Lehrjahren in Aachen (Gewerbeschule, Steinmetzbetrieb des Vaters) und ersten Anstellungen als Möbelzeichner bei Bruno Paul und später als Architekt bei Peter Behrens in Berlin unterhielt er seit 1912 ein eigenes Architekturbüro.

Bereits zu Beginn der 1920er Jahre entstanden mit den Entwürfen eines Hochhauses am Bahnhof Friedrichstraße (1921), des Bürohauses in Eisenbeton (1923) sowie des Landhauses in Eisenbeton (1923) und des Landhauses in Backstein (1923/24) bahnbrechende Konzepte. 1926 leitete er die Werkbundausstellung Die Wohnung, aus der die Stuttgarter Weißenhofsiedlung hervorging. Im gleichen Jahr wurde er Vizepräsident des Deutschen Werkbundes und 1930 schließlich Direktor des Bauhauses, das von Dessau nach Berlin umgezogen war und 1933 von den Nationalsozialisten geschlossen wurde.

Bereits an diesen wenigen Eckdaten deutet sich die Tragweite und Vielschichtigkeit dieser großen Architektenpersönlichkeit an. Die Fundamente der Mies'schen Architektur, die mit Schlagworten wie „offener Grundriss“ oder „Stahlgerüstbau“ (auch bei Wohnarchitektur und Landhäusern) nur unzureichend benannt werden, sind im europäischen Werk Mies van der Rohes bereits voll ausgereift. Das amerikanische Werk ab 1938 besticht schließlich durch revolutionäre Lösungen beim Hochhausbau und bei der Konzeption von Großprojekten. Mies van der Rohe entwickelte den Curtainwall in Stahl und Glas ebenso wie stützenlose Innenräume bei Hallenkonstruktionen mit weitgespannten Dachplatten.

1953 wurde Mies van der Rohe Mitglied des Ordens Pour le Mérite (Bundesrepublik Deutschland) und erhielt 1963 mit der Presidential Medal of Freedom eine Ehrung des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Am 17. August 1969 starb Mies van der Rohe in Chicago.

Verseidag Färbereigebäude, Krefeld, (1. Bauabschnitt 1931)
Verseidag Färbereigebäude, Krefeld, (1. Bauabschnitt 1931)
Mies van der Rohe während der Arbeit an Haus Esters, ca. 1927/28, VG Bild-Kunst Bonn, 2019
Mies van der Rohe während der Arbeit an Haus Esters, ca. 1927/28, VG Bild-Kunst Bonn, 2019

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T +49 (0)2151 97558-111

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sylvia.goerres@krefeld.de

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constanze.zawadzky@krefeld.de

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sylvia.martin@krefeld.de

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sigrid.petz@krefeld

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Kaiser Wilhelm Museum
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thorsten.hausmann@krefeld.de

Hausmeister
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juergen.schmitz@krefeld.de