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„Was so aussieht wie von mir ausgedacht, hat sich in Wirklichkeit in mich eingefühlt.“ (Polke 1986)
Wie lässt sich ein flüchtiger Eindruck festhalten? Wie kann man die Wahrnehmung eines Naturphänomens in einem Kunstwerk stofflich fixieren? Und was geschieht, wenn die dabei verwendeten Materialien nicht nur Träger einer Idee sind, sondern selbst aktiv am Entstehungsprozess des Bildes beteiligt sind? Sophia Stang (Anna Polke-Stiftung) und Magdalena Holzhey (Kunstmuseen Krefeld) sprechen über Sigmar Polkes Bild Regenbogen (Regenwetter) von 1983 und davon ausgehend über sein künstlerisches Denken der 1980er Jahre. Der Künstler interessierte sich in dieser Zeit insbesondere für ungewöhnliche Stoffe und Farben, experimentierte mit eigenwilligen und sich verändernden Materialien. Prozess und Verwandlung wurden zu wichtigen Kategorien von Polkes Kunstschaffen, der fortan als Alchemist bezeichnet wurde. Im Gespräch soll den Gemeinsamkeiten zwischen dem Bild aus der Sammlung der Kunstmuseen Krefeld und Polkes Beitrag Athanor für den deutschen Pavillon der Biennale von Venedig 1986 nachgegangen werden.