Die besondere Kraft des Werkes von Acaye Kerunen (geb. 1981 in Kampala, Uganda) resultiert aus der Verbindung von traditionellen natürlichen Materialien und einer auf Kooperationen ausgerichteten Kunstpraxis. Kerunen entwickelt aus textilem Gewebe, das von Frauen aus ihrer Heimat in gemeinschaftlicher Arbeit geschaffen wird, Skulpturen und Installationen. Die Objekte berichten über handwerkliche Techniken, soziale Rituale und Strukturen. Tanz, Gesang und Sprache sind Teil der Gemeinschaften und werden von Kerunen durch performative Aktionen mit den Objekten verbunden. In Haus Lange präsentiert die Künstlerin eine abgestimmte Inszenierung ihrer Arbeiten in Verbindung mit eigens entwickelten Performances. Die Kunstmuseen Krefeld richten der Künstlerin ihre erste museale Einzelausstellung und erste Präsentation in Deutschland aus.
Kuratorin: Sylvia Martin
HLHE Dialog:
Acaye Kerunen und Bernhard Fuchs kommen aus verschiedenen Kulturräumen und gehen künstlerisch unterschiedliche Wege. Gemeinsam ist ihnen eine enge Verbundenheit mit ihrer Heimat, aus der sie ihre Inspiration schöpfen und ihre künstlerischen Anliegen entwickeln. Bewahren, Wertschätzen, Fortführen wie auch die Sehnsucht nach Reparatur bilden in den Werken beider Künstler:innen einen festen gemeinsamen Rahmen.
Seit 2017 präsentieren die Kunstmuseen Krefeld mit der Reihe HLHE Dialog in den benachbarten Villen Mies van der Rohes die Gegenüberstellung von historischen und jüngeren beziehungsweise zeitgenössischen Positionen in Kunst, Design und Architektur, die das Erbe der Moderne immer wieder neu reflektieren.












