Resonanzraum
Sound im Avantgardefilm. Klang, Sprache, Schnitt
Eintritt: Museumsticket
(mehr)
Kaiser Wilhelm Museum

In den USA entwickelt sich Ende der 1950er, Anfang der 1960er Jahre eine dichte Undergroundfilmszene, in der die Konventionen des klassischen Erzählkinos auf mannigfache Weise unterlaufen werden. Einzelne Komponenten des Films wie beispielsweise Filmmaterial, Aufnahmesituation, szenischer Aufbau, Projektion treten als Gegenstand von Analyse und Experiment in den Fokus. Durch direkte Manipulationen des Filmmaterials, die Verwendung „falscher“ Belichtungszeiten, die Vermeidung der Synchronität von Bild und Ton und sogar durch den völligen Verzicht auf fotografisches Bildmaterial verschiebt sich die Aufmerksamkeit von der filmischen Illusion auf die konstitutiven Elemente des Filmischen selbst. Der Film gewinnt dadurch oftmals eine physische Präsenz, in der Ton als Geräusch, Sprachbild oder auch als Stille räumliche oder skulpturale Dimensionen annimmt.

Das Filmprogramm, das sowohl Beispiele des erzählerischen als auch des strukturalistischen Experimentalfilms umfasst, ist kuratiert von Thomas Janzen, der auch in die Filmabende einführt.

Termin 16.03.2023, 19 Uhr: Klang, Sprache, Schnitt
Michael Snow, Dripping Water, 1969,16 mm, Schwarz-weiß, Ton, 10.22 Min.
Paul Sharits, Razor Blades, 1965-68, 16 mm, Farbe, Schwarz-weiß, Ton, 25 Min.
Paul Sharits, T,O,U,C,H,I,N,G, 1968, 16 mm, Farbe, Ton, 12 Min. Gunvor Nelson, My name is Oona, 1969, 16 mm, Schwarz-weiß, Ton, 10 Min.

Ort: Kaiser Wilhelm Museum, K +
Eintritt: Museumsticket