Thorn Prikker in Neuss
Exkursion mit Christiane Heiser
Anmeldung: Dr. Christiane Heiser, Tel.: 0174 4727240, Email: kontakt@christiane-heiser.de
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Treffpunkt:
Clemens Sels Museum, Am Obertor, 41460 Neuss

Kosten:
40 € p.P. (inkl. Eintritt)

Auf den Spuren Johan Thorn Prikkers in Neuss
Dreikönigenkirche, Katholisches Gesellenhaus und Clemens Sels Museum, in Kooperation mit der Thorn Prikker-Expertin Dr. Christiane Heiser

Programm:
11:00 Uhr Rundgang durch das Clemens Sels Museum mit Sammlungsleiterin Dr. Bettina Zeman
12:30 Uhr Mittagspause in der Innenstadt (Selbstzahler)
14:00 Uhr Fußweg zum Katholischen Gesellenhaus, heute Quirinus-Gymnasium (700 m)
14:30 Uhr Besichtigung der Thorn Prikker-Fenster in der Schulkapelle
15:30 Uhr Fußweg zur Dreikönigenkirche (1.2 km), alternativ im eigenen PKW oder Taxi (Selbstzahler)
16:00 Uhr Besichtigung der Dreikönigenkirche
17:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Die Anreise erfolgt individuell. Die Distanzen in Neuss werden zu Fuß, im eigene PKW oder Taxi (Selbstzahler) zurückgelegt.

Weitere Information:
Der niederländische Künstler Johan Thorn Prikker (1868–1932) gilt als der wichtigste Glas- und Kirchenkünstler der klassischen Moderne im Rheinland. Einige der ersten Buntglasfenster hat er für Sakralräume in Neuss entworfen.
Es war der progressive Neusser Geistliche Josef Geller, der zum ersten kirchlichen Auftraggeber Thorn Prikkers wurde. 1910 hatte er Peter Behrens für den Bau des katholischen Gesellenhauses gewonnen und die künstlerische Ausstattung der dortigen Kapelle mit Deckenmalereien und Buntglasfenstern dem niederländischen Künstler überantwortet. Bereits 1913 mussten die Fenster allerdings auf Geheiss des konservativen Amtsnachfolgers wieder ausgebaut werden. Gellers Bruder erwarb sie jedoch und stiftete sie später dem Krefelder Kaiser Wilhelm Museum. Hervorragende Zweitausführungen machen die ursprüngliche Raumwirkung heute vor Ort in Neuss wieder nachvollziehbar.
1911 wurde Geller Pfarrer der Dreikönigenkirche in Neuss. Auch hier beauftragte er Thorn Prikker mit Chor- und Querhausfenstern. Sie gelten heute als die bedeutendsten expressionistischen Kirchenfenster Deutschlands. 1928 konnte Thorn Prikker auch alle übrigen Fenster der Kirche entwerfen. Anhand der Kartons im Besitz der Krefelder Kunstmuseen konnten diese ab 1957 wieder instandgesetzt werden.
Thorn Prikkers Bedeutung schlägt sich auch in der Sammlung des Clemens Sels Museums nieder, das mehr als 50 Arbeiten aus unterschiedlichen Schaffensperioden besitzt. Einige davon werden auch permanent gezeigt, wie das abstrakte Glasfenster für die Essener Börse (1924) sowie die beiden grosse Wandbilder „Julians Fahrt über den Fluss“ (1906) und „Franziskus predigt den Fischen und Vögeln“ (1930)