Bik Van der Pol
Are you really sure a floor can’t also be a ceiling? 2010
Courtesy: Marco Museum of Contemporary Art, Rome.
© Bik Van der Pol

 

SAMMLUNGSSATELLIT #2
BIK VAN DER POL

MAMA, WAS IST EIGENTLICH NATUR?

KAISER WILHELM MUSEUM
16. NOVEMBER 2018 – 5. MAI 2019

Mama, was ist eigentlich Natur? Dieser Frage geht das niederländische Künstlerduo Bik Van der Pol in der zweiten Präsentation der Sammlungssatelliten nach. Damit hält die 2018 neu begründete Projektreihe der Kunstmuseen Krefeld erstmalig Einzug ins Kaiser Wilhelm Museum. Bik Van der Pol haben mit einer Auswahl von Werken der Kunstmuseen Krefeld eine Ausstellung konzipiert, die Zusammenhänge zwischen Kunst, Natur, Klimawandel und Menschheitsgeschichte thematisiert. Parallel dazu haben sie eine Sound- und Wandarbeit (in Kollaboration mit Thomas Artur Spallek) realisiert, die auf Ausstellungsrezensionen der Kunstmuseen Krefeld basieren, ebenso wie der Titel „Mama, was ist eigentlich Natur?“. Die Rezensionen beziehen sich auf die Ausstellung COVER der Künstlergruppe Haus-Rucker-Co, die bereits 1971 mit einer spektakulären Installation um und im Haus Lange auf die wachsende Umweltzerstörung aufmerksam machte. Dadurch nehmen Bik Van der Pol auch die Institutionsgeschichte der Kunstmuseen Krefeld in den Blick und führen dem Besucher vor Augen, wie Kunst ein Spiegel seiner Zeit ist.

Liesbeth Bik und Jos Van der Pol arbeiten seit 1995 als Bik van der Pol zusammen. Jedes Projekt des Duos beginnt stets mit einer umfangreichen Investigation und Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Ausstellungskontext. Ihre künstlerische Praxis zielt auf das Schaffen von Dialogen zwischen Öffentlichkeit und Museum ab. Ihre oftmals kollaborativ angelegten Projekte stellen Plattformen für Kommunikationsaktivitäten verschiedener Gruppen dar. Die Künstler haben in der Vergangenheit bereits Interventionen in Museen erarbeitet, die sich mit Sammlungskonvoluten auseinander setzen. Sie haben u.a. Ausstellungen im MACRO Museum (Rom), der Secession (Wien), dem Witte de With, Centre of Contemporary Art (Rotterdam) und dem Perez Art Museum (Miami) realisiert. 2016 nahmen sie an der GwangJu Biennale und 2014 an der Sao Paulo Biennale teil. Sie leben und arbeiten in Rotterdam.

Zu der neuen Ausstellungs- bzw. Projektreihe Sammlungssatelliten der Kunstmuseen Krefeld werden zweimal jährlich Kunstschaffende (Künstler*Innen, Designer*Innen, Choreograf*Innen, Schriftsteller*Innen, etc.) eingeladen, sich mit einzelnen Werken oder Konvoluten der museumseigenen Sammlung auseinanderzusetzen und auf neuartige Weise zu erschließen. Die Sammlung als identitätsstiftender Kern des Museums dient als Ausgangspunkt und Katalysator für neue künstlerische Setzungen. Katia Baudin, die die Projektreihe initiiert hat sagt über die Sammlungssatelliten: „Die lange Tradition der ortsspezifischen Interventionen der Museen Haus Lange Haus Esters wird durch die Sammlungssatelliten auch im Kaiser Wilhelm Museum fortgeführt und soll das Museum als Atelier und Ort wo neue Kunst geschaffen wird, etablieren. Bik Van der Pol werfen mit ihrer Ausstellung einen frischen Blick auf unsere und die Geschichte unserer Institution“. Zu den Sammlungssatelliten entsteht eine Publikationsreihe.

Mit Werken von: Bik van der Pol, Vito Acconci, Josef Albers, Mamma Andersson, Lothar Baumgarten, Bernd und Hilla Becher, Jan Dibbets, Hein Engelskirchen, Andreas Gursky, Hans Haacke, Ulrich Rückriem, Michel Sauer, James Webb, Christopher Williams u.a.m.

Kuratorin: Constanze Zawadzky

 
Die Stiftung der Sparda-Bank West ist Partner der Reihe Sammlungssatelliten
 

Die Ausstellung wird zusätzlich gefördert von
 

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