Naufus Ramírez-Figueroa
Comb Bound Sound, 2017 (Detail)
Stoff, Metall, Glas, Polyurethan, Kabel, Lautsprecher, MP3-Player
6 Paravents je 220x80 cm
Tisch 120 x 100 x 100 cm
Glasskulptur 66 x 33 x 38 cm
Courtesy des Künstlers
Foto: Volker Döhne
© Naufus Ramírez-Figueroa, 2017


Naufus Ramírez-Figueroa
Flüssigkoralle, 2017
Installationsansicht
Stoff, Metall, Glas
12 Paravents je 220 x 80 cm
Stuhl 100 x 40 x 45 cm
Glasskulptur 37 x 23 x 14,5 cm
Courtesy des Künstlers
Foto: Volker Döhne
© Naufus Ramírez-Figueroa, 2017

NAUFUS RAMíREZ-FIGUEROA – MIES VAN DER ROHE-STIPENDIUM 2017
DIE VEREINIGUNG ZWEIER FLAMINGOS AUF EINEM BLECHDACH

MUSEUM HAUS ESTERS
19. FEBRUAR – 27. AUGUST 2017

Der 16. Preisträger des Mies van der Rohe-Stipendiums ist der junge guatemaltekische Künstler Naufus Ramírez-Figueroa (*1978 in Guatemala City). Mit seiner ersten institutionellen Einzelausstellung in Deutschland wird er im Haus Esters der Tradition der ortsspezifischen Installation in den Mies van der Rohe Bauten neue Impulse hinzufügen.

In der Ausstellung „Die Vereinigung zweier Flamingos auf einem Blechdach“ verdichtet der Künstler Elemente aus europäischem Volksglauben, der ganzheitlichen Medizinlehre und Naturphänomenen zu einer fiktiven Geschichte, die sich in den Räumen von Haus Esters abspielt. So taucht der Besucher mit allen Sinnen in ein farbiges Szenario, das an häusliche Pflege, ihre Verbindung zur Körperlichkeit und unsere Vorstellung von dieser erinnert. Mit Skulpturen aus unterschiedlichen Materialien, die Alltagsobjekte kopieren, spielt Ramírez-Figueroa mit unserer Wahrnehmung, sodass eine Grenze zwischen Realität und Traum kaum mehr auszumachen ist.

Naufus Ramírez-Figueroas Arbeiten zeichnen sich durch eine sehr persönliche Beschäftigung mit essentiellen Themen wie Identität, Körper, Kultur- und Architekturgeschichte aus. Dabei bedient er sich lateinamerikanischer Folklore-Praktiken, Mythologie und Magie und hinterfragt Merkmale einer universellen, globalisierten Hochkultur. Seine farbgewaltigen Installationen formulieren eine ganz eigene bühnenhafte Narration.

Das Mies van der Rohe-Stipendium der Stadt Krefeld wurde 1979 eingerichtet, um junge, vielversprechende KünstlerInnen zu unterstützen wie bereits Juan Muñoz, Stan Douglas oder auch Dominique Gonzales-Foerster. Das vorschlagende Gremium war für das diesjährige Stipendium mit Jessica Morgan (Dia Art Foundation, New York), Laurence Sillars (Baltic Center for Contemporary Art, Gateshead) und Nicolaus Schafhausen (Kunsthalle Wien) besetzt. In einem zweiten Schritt entschieden die Jurymitglieder Katia Baudin (Kunstmuseen Krefeld), Bart de Baere (Museum van Hedendaagse Kunst, Antwerpen), Helen Hirsch (Kunstmuseum Thun), Dr. Sylvia Martin (Kunstmuseen Krefeld) sowie Holger Otten (Ludwig Forum, Aachen) über den Gewinner des Stipendiums.

Zur Ausstellung wird ein Katalog erscheinen.
Gastkuratorin: Dorothee Mosters

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